France

Meeresobservatorium von Villefranche-sur-Mer

 Maria Louiza Pedrotti und Gabriel Gorsky – (OOV – Villefranche-sur-Mer, CNRS) : www.obs-vlfr.fr

Das Meeresobservatorium von Villefranche-sur-Mer arbeitet mit zwei durch das französische Nationale Zentrum für Wissenschaftliche Forschung (Centre national de la recherche scientifique – CNRS) anerkannten Laboren zusammen, die in den Bereichen Zellbiologie sowie pelagische, biologische, biochemische, physikalische und chemische Ozeanologie tätig sind und stellt damit ein einmaliges Bindeglied im Sinne der Pluridisziplinarität dar.

Eine wiederholte Probenahme war an manchen Punkten notwendig, um die Entwicklung der Plastikmengen an der Wasseroberfläche zu überwachen, insbesondere im Ligurisch-Provenzalischen Becken. Eine detailliertere Probenahme wurde an der Südwestküste Italiens, in der Region Kalabriens, durchgeführt. Im offenen Meer wurden Probenahmen im Zentrum des Tyrrhenischen Meers und im Zentrum seines permanenten Strömungswirbels durchgeführt. Ziel ist es zu prüfen, ob es im offenen Meer ebenfalls Zonen gibt, in denen sich Mikroplastikpartikel ansammeln.
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Bretonisches Labor für Werkstofftechnik

Das LIMATB ist derzeit die größte Einrichtung für Werkstofftechnik in der Bretagne. Mit 150 Mitarbeitern (Forscher mit Lehrauftrag, Doktoranden, technisches Personal sowie Verwaltungsmitarbeiter) ist das LIMATB in zwei Schwerpunktbereichen tätig:
•    Multiskalenansätze in Bezug auf das Verhalten von heterogenen Materialien,
•    Nachhaltige Materialien, Prozesse und Entwicklungen.
Ziel des Projekts des LIMATB ist es, Nachhaltigkeitskriterien bei industriellen und technologischen Entwicklungen einfließen zu lassen. Im Zentrum des Projekts stehen das Ökodesign von Materialien, die Energieeinsparung in Herstellungsprozessen und während der Nutzung von Materialien sowie eine Verbesserung der digitalen Simulationsmethoden (Formgebungsverfahren, Verhalten bei starker Beanspruchung, energetische Verfahren). Es geht hauptsächlich darum, die Schwerpunktbereiche Recyclingfähigkeit verwendeter Materialien, biobasierte und biologisch abbaubare Materialien sowie neue Materialien (Metalle, Polymere, Verbundwerkstoffe, Beton etc.) weiterzuentwickeln.

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Université Aix Marseille

Université Aix Marseille  Logo Labo P Wong

 

Das Labor für Umweltchemie (Laboratoire de Chimie de l’Environnement – LCE) ist eine Forschungseinheit, die der Universität von Aix-Marseille und dem französischen Nationalen Zentrum für Wissenschaftliche Forschung (Centre national de la recherche scientifique – CNRS) untersteht.

Die wissenschaftlichen Aktivitäten am LCE decken Forschungsthemen im Bereich der Grundlagen- und angewandten Forschung in den drei Umweltbereichen Atmosphäre, Wasser und Boden ab. Sie beschäftigen sich somit mit gesellschaftlich wichtigen Fragen wie z.B. den Problemen in Bezug auf das Management von natürlichen und vom Menschen beeinflussten Ökosystemen. Das LCE, bestehend aus 55 Wissenschaftlern (davon 33 ständige Mitglieder), teilt sich in drei Arbeitsgruppen, von denen sich die Arbeitsgruppe „Organische Schadstoffe“ (MicroPolluants Organiques – MPO) in das genannte Projekt einbringt.

Labor für Umweltchemie

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Studiengemeinschaft zum Thema Insekten und Umweltverschmutzung durch Plastik

Erstellung eines Insekteninventars und Untersuchung des Einflusses der Umweltverschmutzung durch Plastik auf ihre Entwicklung und Verbreitung

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In Anbetracht der Vielzahl an Insektenarten, die es auf der Erde gibt, (1 Million) lebt (im Sinne einer vollständigen Entwicklung) nur ein vergleichsweise sehr geringer Anteil an der Meereswasseroberfläche oder im Bereich direkt unter der Wasseroberfläche. Sie gehören hauptsächlich der Ordnung der Coleoptera, Diptera und Hemiptera an. Die Gründe hierfür sind komplex. Ausschlaggebend sind biologische, physikalische und chemische Faktoren.

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DAS CNAM-INTECHMER-INSTITUT

Logo Cnam Intechmer

 

 

Fortbildungs- und Forschungsinstitut für Meereswissenschaft und Meerestechnologie.

Plastikabfälle in den Sedimenten
Bewegungen am Meeresgrund

Anne  Murat und Yan Mear : (Cnam INTECHMER – Cherbourg)
Es ist davon auszugehen, dass die Flüsse eine große Menge an Plastikmüll aus dem jeweiligen Einzugsgebiet mit sich führen. Einige Plastikteile schwimmen an der Oberfläche, andere wandern am Flussgrund, mit den Sedimenten. Erste Probenahmen wurden im Prodeltabereich der Rhône mit dem Ziel genommen, die maßgeblichen Faktoren für die Bewegungen von Mikroplastikpartikeln am Meeresgrund zu ermitteln. Diese Probenahmen können uns darüber Auskunft geben, ob an dieser Stelle Mikroplastik vorhanden ist und ob es aus der Rhône stammt.

Biofilm auf schwimmendem Plastikmüll:
Positiv oder negativ zu bewerten
?

Martine Bertrand : (Cnam INTECHMER – Cherbourg)

Im Meerwasser befindliches Plastik wird zwangsläufig von Organismen besiedelt. Bakterien sind die ersten, die an das Plastik andocken, dann kommen die Algen, dann die Tiere. Je länger sich das Plastik im Wasser befindet, desto dicker wird der Biofilm. Die schwimmenden Plastikteile beherbergen damit verschiedene Arten, die mit dem Plastik abtreiben. Die schwimmenden Plastikteile, die 2015 von Expédition MED im Mittelmeer eingesammelt wurden, werden durch das Cnam-Intechmer-Institut auf ihre Biodiversität hin untersucht. Eine erste Studie auf der Grundlage von Probenahmen aus dem Jahr 2014 hat das Vorhandensein von Arten nachgewiesen, die in der Lage sind, sich an Extrembedingungen anzupassen, wie z.B. Bakterien, die typischerweise in einer durch Schwefel verunreinigten Umgebung vorkommen, oder Mikroalgen, die in der Lage sind, sich in Bereichen mit besonders starker Lichtintensität zu entwickeln. Die besiedelten Plastikteile werden demnach zu Miniflößen, was zu einer Verbreitung der beförderten Arten führen könnte. Besondere Aufmerksamkeit sollte hierbei invasiven sowie pathogenen Arten, also Krankheitserregern, geschenkt werden. Gleichzeitig haben wir die Hoffnung, eine oder mehrere Arten zu finden, die in der Lage sind, Plastik abzubauen!

Belgium

UNIVERSITÄT LÜTTICH / STARESO

Universität Lüttich / Stareso
Jean Henri HECQ
http://www.ulg.ac.be/cms/c_5000/accueil
http://www.stareso.com

Die Meereswissenschaften waren an der Universität Lüttich schon immer eines der privilegierten Forschungsbereiche. Das ozeanologische Labor ist der Abteilung für Wissenschaft und Umweltmanagement angegliedert und nimmt seit 30 Jahren an einer Vielzahl nationaler und internationaler Forschungsprogramme in den Ozeanen unserer Erde teil, von der Norwegischen See bis zur Antarktis, vom Golf von Biskaya bis in die Atolle des Pazifiks. Das Labor hat in verschiedenen Bereichen, wie z.B. der Dynamik der Planktonpopulationen, der Rekonstruktion der Nahrungsketten, der Untersuchung von Seegrasfeldern und der ökotoxikologischen Bewertung von Metallen und ihre Auswirkung auf Meeresvögel und -säugetiere, ein anerkanntes Know-how erworben. Das Labor arbeitet des Weiteren in Programmen mit, die von der Station für ozeanografische und Unterwasserforschung (Station de Recherches Sous-Marines et Océanographiques – STARESO) von Calvi in Korsika entwickelt wurden.

Deutschland

FREIE UNIVERSITÄT BERLIN – LABOR FÜR ORGANISCHE GEOCHEMIE

Dr Mathias Ricking
http://www.fu-berlin.de/

Die Freie Universität Berlin und Expédition MED beschäftigen sich im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit der Messung von persistenten organischen Schadstoffen (persistent organic pollutants – POP), die sich an Mikroplastikfragmente binden. Diese Schadstoffe führen zu einer Vielzahl gesundheitlicher und ökologischer Probleme, da sie die Hormonsysteme von Tieren (auch des Menschen) stören, was eine Schwächung ihrer Reproduktionsfähigkeit und ihres Immunsystems zur Folge haben kann. Zu den POP gehören u.a. Pestizide (DDT, Lindan…) und PCB. Die Untersuchungen beschäftigen sich auch mit der Identifizierung von molekularen Strukturen an der Oberfläche von Plastikteilen, die es erlauben könnten, die geografische Herkunft des Plastiks zu bestimmen.

Das Team des Labors für organische Geochemie ist seit mehr als 10 Jahren an Umweltüberwachungsprogrammen beteiligt (ESB und BFR / REACh).

USA

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA ALGALITA / 5 GYRES

www.algalita.org

http://www.5gyres.org/

Das AMRF wurde von Charles Moore gegründet, dem Kapitän, der durch seine Entdeckung einer immensen Ansammlung von Plastikmüll im Nordpazifikwirbel, dem „Great Pacific Garbage Patch“, dessen Verbreitung in den Medien ermöglichte. Seit mehr als 10 Jahren beschäftigt sich die wissenschaftliche Stiftung mit dem Thema Müll im Meer und insbesondere mit der Entwicklung von „Trümmersuppen“ in den Meeren. Das AMRF unterstützt über Dr. Markus Eriksen Expédition MED und stellt Material zur Probenahme von Plankton (den „Manta-Trawl“) und verschiedene Verfahrensmethoden zur Verfügung. Diese Zusammenarbeit ist ganz im Sinne des Hauptziels von Expédition MED: Die Teilung von Daten über die Müllballungszonen im Meer in der Wissenschaftsgemeinde.